Besuch bei der Bergwacht Großer Feldberg

Im Rahmen unseres Gruppenabends besuchte die Bereitschaft die DRK Bergwacht. In dichtem Nebel war es schon schwierig, die Rettungsstation zu finden.

In zwei Gruppen aufgeteilt, erläuterten uns Landesleiter der Bergwacht Hartmut Lischke und der Technische Leiter Jens Werner Arbeitsweisen, Ausstattung und Aufgabenfelder der Bergwacht rund um den Feldberg (Taunus).

Die Station der DRK-Bergwacht ist in den Wintermonaten regelmäßig an jedem Wochenende durch die ehrenamtlichen DRK-Bergwacht-Helfer besetzt.

Von hier aus werden die winterlichen Rettungseinsätze in der weitläufigen Wander-, Biking- und Ski-Region des Taunus koordiniert.

Da das Gelände oft unzugänglich ist, müssen zunächst alle wichtigen Gerätschaften zu Fuß oder wenn möglich mit Unterstützung eines geländegängigen Quads (mit Anhänger) zu den Hilfesuchenden oder Verletzten gebracht werden.

Aus diesem Grund wird bei der Bergwacht auch anderes Equipment benötigt, als im gewohnten „Flachland“.

Beispielsweise wird die üblicherweise im Rettungsdienst verwendete Rolltrage bei Schnee durch einen Rettungsschlitten (Akja) ersetzt, im Sommer kommt eine spezielle Gebirgstrage zum Einsatz.

Wird ein Abtransport eines Verletzten in ein Krankenhaus erforderlich, stehen der DRK-Bergwacht zwei allradgetriebene Fahrzeuge (ein Kranken- und ein Rettungswagen) zur Verfügung, die bei winterlichen Verhältnissen natürlich immer mit 4 Schneeketten ausgestattet sind.   

Ein großes Problem, so der Hinweis von Jens Werner, liegt allerdings oft bei der eigentlichen Patientensuche. Da die bei einem Notruf gemachten Ortsangaben oft ungenau sind und/oder GPS-Empfänger fehlerhaft oder falsch bedient werden, müssen die Helfer oft lange Strecken zurücklegen, bis die Verletzten endlich gefunden werden.

Die rund 300 jährlichen Einsätze der 11 hessischen Bergwacht-Bereitschaften lassen erahnen, welche körperlichen Anstrengungen während der Bergwacht-Einsätze  teilweise geleistet werden müssen.

An diesem Abend blieb auf dem Feldberg alles ruhig. Die Rot-Kreuz-Helfer wärmten sich nach interessanten Vorträgen und intensiven Gesprächen bei alkoholfreiem Punsch und Würstchen vor dem knisternden Kaminofen der Station nochmals kurz auf, bevor die Rückfahrt durch den teilweise mystisch wirkenden Nebel in die Niederungen des Main-Main-Taunus-Kreises angetreten wurde.

 

Vielen Dank für diesen spannenden Einblick !

Zurück