Katastrophenschutz
Eine der wichtigsten Aufgaben von Hilfsorganisationen ist die Mitwirkung im Katstrophenschutz.
Neben anderen Organisationen halten auf wir als Deutsches Rotes Kreuz wesentliche Komponenten für größere Schadensereignisse und den Katastrophenfall bereit. Neben einer Schnelleinsatzgruppe für die Dekontamination von Verletzten (Dekon-V) stellen wir einen Teil der Ü/MANV-T Komponente (früher Schnelleinsatzgruppe SEG-Transport) für den zügigen Transport von Betroffenen bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV).
Nach dem Katastrophenschutzkontept des Landes Hessen hält der Main-Taunus-Kreis auch Sanitätszüge vor, in die unsere Helferinnen und Helfer ebenfalls eingebunden sind.
Schnell-Einsatz-Gruppe Dekon-V
Die Schnell-Einsatz-Gruppe Dekon-V soll bei Gefahrstoff-Unfällen oder Einsätzen mit Gefahrstoff-Beteiligung ( ABC / CBRN ) die Schnittstelle zwischen den Einsatzkräften der Feuerwehr, die sich im direkten Gefahrenbereich aufhalten, und den Rettungsdienst-Kräften im ungefährdeten Bereich überbrücken helfen.
Ziel ist es eine erste Versorgung von Verletzten und ggf. die Durchführung lebenserhaltender Maßnahmen bereits im Gefahrenbereich einzuleiten und das therapiefreie Intervall zu verkürzen. Im Anschluss an die Erstversorgung werden die Verletzten dekontaminiert. Durch eine besondere Ausstattung ist es uns möglich die Dekontamination auch bei nicht gehfähigen Verletzten nach einem standardisierten Verfahren , einer sogenannten Standardeinsatzregel (SER) , durchzuführen. Die Gruppe ist heute eine feste Teileinheit des Gefahrstoffzuges (GABC-Zug) des Main-Taunus-Kreises .
Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist es, im Fall eines größeren Chemie-Unfalls Betroffene zu informieren und zu betreuen. Ein Großteil der Helfer in der SEG Dekon nimmt zu diesem Zweck regelmäßig an Zusatzausbildungen der chemischen Industrie teil.
Ihre Heimat hat die SEG in den Räumlichkeiten des DRK Bad Soden. Sie setzt sich zur Zeit noch aus einem Großteil unserer Helferinnen und Helfer zusammen. Es sind aber auch andere Ortsvereinigungen herzlich willkommen, sich uns anzuschließen.
Fahrzeuge: 1 Rettungswagen, 1 Gerätewagen, 1 Einsatzleitwagen, 1 Geräteanhänger
Ausstattung: Schutzanzüge Kat 3.5 , Atemschutzmasken
Einsatzkräfte: Rettungsassistenten, Rettungssanitäter,Sanitätshelfer, Helfer Technik+Sicherheit
(Ü)MANV-T Komponente
Nach Reorganisation im Jahr 2011 ist die Großschadensvorsorge im Main-Taunus-Kreis in sogenannten MANV-Komponenten (Massenanfall von Verletzten) gegliedert.
Vorteil dieser Organisation ist die hessenweit einheitliche Struktur der Einheiten und die klare Definition ihrer Leistungsfähigkeit über Einsatzwerte.
Gemeinsam mit den anderen im Kreis arbeitenden Hilfsorganisationen stellt das Deutsche Rote Kreuz Helfer und Material für folgende Einsatzkomponenten bereit :
- MANV-S Sofortkomponente aus dem regulären Rettungsdienst
- MANV-B Behandlungskomponente (früher SEG-Rettung)
- MANV-T Transportkomponente (früher SEG-Transport liegend)
- MANV-E Transportkomponente für Evakuierungen (früher SEG-Transport sitzend)
- MANV-V Versorgungs- und Betreuungskomponente
Weiterhin bestehen Sondereinheiten wie DEKON-V (Dekontamination von Verletzten), Rettungshundestaffel, Kriseninterventionsteam oder „Hilfen für Helfer“.
Die DRK-Helferinnen und Helfer aus Bad Soden sind in der MANV-T und der DEKON-V Komponente integriert.
Für Vorfälle oberhalb der sogenannten Katastrophenschwelle, in der der Hauptverwaltungsbeamte einer Kommune den gesetzlichen Katastrophenfall feststellt, sieht das Land Hessen den Einsatz von KatS-Zügen vor.
In diesem Fall werden die MANV-Komponenten umgruppiert zu :
- 2 Sanitätszügen
- 2 Betreuungszügen
Wir besetzen im Alarmierungsfall alle 5 Fahrzeuge der Ortsvereinigung und rücken innerhalb von etwa einer halben Stunde aus.

